Lederpflege

Das Schlimmste, was man seinem Lederprodukt antun kann? Zu wenig Pflege! Leder wird ohne jegliche Pflege spröde und trocknet aus. Es wird anfälliger für Risse und sieht nicht mehr so schön aus. Man denke nur an die eigene Haut und wie diese aussehen würde, ohne entsprechende Maßnahmen. Sie würde ebenfalls aufreißen und wäre nicht mehr strapazierfähig.

Doch was benötigt man überhaupt, damit das eigene Lederprodukt strapazierfähig bleibt und auch nach langer Benutzung noch wie am ersten Tag strahlt?

Zunächst einmal lässt sich sagen, dass verschiedene Lederarten verschiedener Pflegeprodukte bedürfen. Es gibt nicht „die Behandlung“ für jedes Lederprodukt. Man unterscheidet beispielsweise, ob das Leder gefärbt ist, welche Umwelteinflüsse zugrunde liegen, welche Beschaffenheit das Material selbst hat und wie stark es tatsächlich strapaziert wird. Dennoch gibt es einige Produkte, die sich für die Pflege jeden Leders eignen.

* am 25.06.2018 um 17:22 Uhr aktualisiert

* am 25.06.2018 um 15:45 Uhr aktualisiert

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* am 25.06.2018 um 19:13 Uhr aktualisiert

* am 25.06.2018 um 19:13 Uhr aktualisiert

* am 25.06.2018 um 19:12 Uhr aktualisiert

Die wichtigsten Produkte der Lederpflege

Da wäre zuerst einmal die Pflegemilch zu nennen. Sie wirkt vergleichbar wie eine Bodylotion auf der menschlichen Haut und besteht aus Ölen und Fetten, die das Altern des Leders stoppen. Einige Pflegemilchprodukte enthalten auch Stoffe, die das Ausbleichen des Materials verhindern sollen. Man trägt sie mit einem weichen Tuch auf das Leder auf.

An dieser Stelle lässt sich noch zwischen Pflegemilch und Pflegecreme differenzieren. Eine Pflegecreme enthält ebenfalls Fette und Öle, die die gleichen Eigenschaften wie jene der Pflegemilch besitzen. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass die Pflegemilch durch ihre Dünnflüssigkeit leichter tiefer in das Leder eindringen kann. Man kann allerdings die grundsätzliche Anwendung beider Produkte als gleichwertig ansehen.

Spezielle Pflege für Glattleder

Ein entscheidendes Pflegeprodukt für Glattleder ist das Lederfett, welches Lederprodukte wetterbeständig, bzw. wasserabweisend machen kann. Es wird auf Vaseline-Basis oder auf Basis tierischer Fette hergestellt und erhält daher seine zähe Konsistenz. Außerdem wirkt es leicht rückfettend. Weil es das Leder wasserabweisend macht, ist es vor allem für Glattleder, die draußen genutzt werden, zu empfehlen. Somit auch für unsere Taschen aus Glattleder. Einziger Nachteil dieses Lederfettes ist, dass es das Leder zu ölig machen kann, weswegen auch gerne zum Lederbalsam gegriffen wird. Der Balsam hat dieselben Eigenschaften wie das Öl, es wirkt wasser- und schmutzabweisend. Er wird auf Basis von Wachs oder Harz hergestellt und fettet deswegen nicht so sehr. Auch er sollte nur auf Glattleder angewandt werden, weil er auf Rauleder unschöne Spuren hinterlassen würde. Natürlich gibt es mittlerweile auch passende Produkte auf dem Markt, die Rauleder imprägnieren und somit vor Schmutz und Nässe schützen.

Wenn man diese Pflegemittel von Beginn an seinen Lederprodukten zugutekommen lässt, bleiben sie in einem nahezu makellosen Zustand. Je nach Abnutzungsgrad des Lederartikels sollte man die Pflegeprodukte zunächst jährlich und später auch häufiger auftragen, um dem Verschleiß progressiv entgegenzuwirken.

Pflege vergessen? So kann das Leder gerettet werden!

Was sollte man tun, wenn man die Pflege bereits hat schleifen lassen und das eigene Lederprodukt, wie etwa die hübsche Umhängetasche aus Leder, speckig und fleckig geworden ist? Keine Sorge: Auch diesem Fall kann schnell Abhilfe geschaffen werden.

Bei Rauleder empfiehlt es sich, mit einer Kombination von Produkten zu arbeiten. Da wäre zunächst das Schleifpad, mit welchem man das Leder wieder aufrauen kann, sofern es fleckig und speckig geworden ist. Oftmals reicht das jedoch nicht aus, sodass man mit einer speziellen Tinktur aus Reinigungsbenzin leicht über die Stellen wischt. Man sollte hier wirklich sparsam sein, da Rauleder generell auf Nässe nicht so gut reagiert. Für altes Glattleder gibt es auch Möglichkeiten, Verfärbungen oder Abschürfungen zu kaschieren. Hier bietet der Handel allerlei passende Produkte an, die schnell Abhilfe schaffen.

Unser Tipp: Grundsätzlich sollte man jedoch von Beginn an seine Lederprodukte gut pflegen, vor allem, wenn man sie täglich im Gebrauch hat. Damit erspart man sich unter Umständen viel Mühe und Geld und hat damit die Gewährleistung eines dauerhaft makellosen Lederproduktes.

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